Objekte

Auf der Plattform wird für jede Sammlung eine Auswahl exemplarischer Objekte vorgestellt. Darunter befinden sich Objekte, deren Präsentation eine kritische Reflexion der Sammlungsgeschichte und konventioneller Displayformate von Universitätssammlungen erfordern. Hierzu gehören menschliche Überreste und sakrale Objekte, aber auch Objekte, die im kolonialen oder nationalsozialistischen Kontext erworben wurden oder entstanden sind.

Die Suche nach angemessenen Formen der Auseinandersetzung mit sogenannten sensiblen Objekten und ihrer Präsentation ist ein kontinuierlicher Prozess. Im April 2023 wurde beschlossen, alle Bilder von menschlichen Überresten von der Plattform zu entfernen. Darüber hinaus sind wir dabei, weitere Objekterzählungen von Studierenden und Forschenden zu initiieren, um den Sammlungen durch neue Perspektiven immer neue Bedeutungen zu verleihen. Der Begriff Objekterzählung verdeutlicht die Art und Weise, wie Objektbeschreibungen ein Narrativ um ein Objekt herum schaffen. Zudem lädt er dazu ein, neben wissenschaftlichen, auch literarische Formen des Schreibens zu wählen. Indem wir das Datum und die Autor*innen der Objekterzählung vermerken, hoffen wir, die zeitliche Verortung und subjektive Perspektive der Texte transparent zu machen.

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Über die Plattform


Entstehungskontext der Plattform

Die Plattform wurde von der Studiengruppe "sammeln, ordnen, darstellen" am Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften entwickelt und im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Goethe-Universität im Jahr 2014 eröffnet. Ihr Aufbau war eng mit der Ausstellung „Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität“ verknüpft, die von Oktober 2014 bis Februar 2015 im Museum Giersch der Goethe-Universität zu sehen war. Viele der Objekterzählungen waren auch in der Ausstellung zu lesen und sind im Katalog abgedruckt worden; viele Ausstellungstexte haben wiederum den Weg in die Plattform gefunden. Ebenso wurden die auf der Plattform gezeigten Filme sowie viele der Fotografien eigens für die Ausstellung produziert.

Leitung der Studiengruppe und Herausgabe der Plattform

Dr. Judith Blume (heute: Koordinatorin der Sammlungen an der Goethe-Universität)
Dr. Vera Hierholzer (bis 2018; heute: Direktorin des Museums für Industriekultur in Osnabrück)
Dr. Lisa Regazzoni (bis 2020; heute: Professur für Theorie der Geschichte an der Universität Bielefeld)

Betreuung der Plattform

Sammlungskoordination der Goethe-Universität
Universitätsbibliothek Johann-Christian-Senckenberg
sammlungen@uni-frankfurt.de

Programmierung

Sven Winnefeld
www.winkin-verlag.de

Design

FGS Kommunikation – Steffen Grzybek, Martin Schulz GbR
www.fgs-kommunikation.de

Developed By

Jatinkumar Nakrani
linkedin
Github

Team der Jubiläumsausstellung "Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität" von 2014

Dr. Charlotte Trümpler (Projektleitung und Kuratorin; Autorenkürzel: CT)
Dr. Judith Blume (Kuratorin, Autorenkürzel: JB)
Dr. Vera Hierholzer (Kuratorin, Autorenkürzel: VH)
Dr. Lisa Regazzoni (wissenschaftliche Mitarbeit, Autorenkürzel: LR)

Fotografien

Die Fotografien wurden von den einzelnen Sammlungen oder Autoren zur Verfügung gestellt sowie von Tom Stern (Sammlungsräume und Objekte), Uwe Dettmar (Objekte) und Jürgen Lechner (Objekte) angefertigt. Die Nachweise finden Sie bei den entsprechenden Abbildungen. Sollte trotz sorgfältiger Recherche ein Rechteinhaber oder Fotograf nicht genannt sein, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis.

Filmproduktion

Sophie Edschmidt (Regie und Schnitt)
Philipp Kehm (Kamera)
Philipp Gebbe (Musik)
Dr. Charlotte Trümpler (Idee und Beratung)

Finanzierung