Rostocker Straße 2, 60323 Frankfurt Gebäude der Sprach- und Kulturwissenschaften (SKW), Raum 01.A111
Dr. Thomas Helbig
Tel.: (069) 798-22248
Mail: mediathek@kunst.uni-frankfurt.de
auf Anfrage bzw. nach Öffnungszeiten (s. Webseite)
Die ehemalige Lehrmittelsammlung des Kunstgeschichtlichen Instituts lässt sich heute mit einem Teilbestand von rund 23.000 Medieneinheiten (davon ca. 15.000 Abbildungen und ca. 8.000 audiovisuelle Medien) beziffern, der neben Gegenständen aus der historischen Sammlung (Albumindrucke, Glasdias, SW-Abzüge) auch Lehrmedien der jüngeren Zeit (VHS, DVD, Blu-ray) beinhaltet. Heute in den Räumen der Mediathek verwahrt, werden sie im Rahmen von Lehrveranstaltungen im Sinne einer Wissens- und Methodengeschichte des Fachs untersucht. Auf diese Weise neuerlich zu Lehrmitteln geworden, lassen sich an ihnen Aspekte der Mediengeschichte, der Erhaltung sowie der (digitalen) Erschließung einüben. Über gleichfalls in die Sammlung gelangte Konvolute aus dem Lehr- und Forschungsbetrieb lassen sich zudem wertvolle Erkenntnisse über die Anfänge der kunstgeschichtlichen Lehre an der Goethe Universität ableiten.
Mit der Ausstellung „Unboxing (Art-)History. Ein Fach und seine (Bild-)Medien. Eine Ausstellung zum 110jährigen Jubiläum des Kunstgeschichtlichen Instituts Frankfurt“ (Schopenhauer-Studio, UB Frankfurt) wurden 2025 erste Ergebnisse dieser Beschäftigung präsentiert.
Gesamtzahl der Objekte: Ca. 23.000 Medieneinheiten (davon ca. 15.000 Abbildungen und ca. 8.000 audiovisuelle Medien) Konvolute im Einzelnen (Auswahl): ca. 8.000 AV-Medien (VHS, DVD, Blu-ray) 6.037 Glasdias 5.925 Abbildungen in 110 Stellordnern (Vorlagensammlung) ca. 1.000 Ansichtskarten 765 Fotografien und Negative (Kautzsch-Nachlass) 191 Albumindrucke
Objektgattungen:
Albumindrucke, Glasdias, SW-Abzüge, Negative, Vorlagensammlung, Ansichtskarten, audiovisuelle Medien (VHS, DVD, Blu-ray), Kleinbestände (Autografen, Manuskripte, Kleinbilddias), diverse Apparate (Kameras, Dia-Projektoren, Dia-Scanner)
Datierung der Objekte (ältestes und jüngstes Objekt): Ca. 1891–2010
Geschichte der Sammlung: Die Lehrmittelsammlung des Kunstgeschichtlichen Instituts wurde mit Gründung desselben 1915 im Städelschen Kunstinstitut unter Betreiben von Georg Swarzenski (ordentlicher Honorarprofessor) und Rudolf Kautzsch (ordentlicher Professor) eingerichtet. Neben der Handbibliothek und einer Sammlung von Fotografien, die im Städel bereitgestellt wurde, verfügte das Institut außerdem über eine Sammlung von Gipsabgüssen, die zunächst im Liebieghaus und später in der Dominikanerkirche aufbewahrt wurde, sowie über eine Sammlung von Diapositiven, die im Jügelhaus untergebracht war. Im Zweiten Weltkrieg gingen große Teile der Lehrmittelsammlung verloren. In der Nachkriegszeit hat sich insbesondere Harald Keller für den Wiederaufbau der Diasammlung eingesetzt. Begleitend dazu wurde eine Vorlagesammlung angelegt, die bis in die 1980er Jahre weiter gepflegt wurde, während zugleich das Kleinbilddia Einzug hielt und später mit dem Aufbau einer Sammlung von VHS-Fernsehmitschnitten begonnen wurde. Als herausragende Konvolute der Sammlung lassen sich Albumnindrucke zur italienischen Malerei, historische Glasdias sowie (teilweise retuschierte) Fotografien aus dem Nachlass Kautzsch identifizieren. Einzelne Teilbestände der Lehrmittelsammlung gingen verloren oder wurden ausgesondert. Von der historischen Glasdiasammlung sind überwiegend Darstellungen aus den Bereichen Architektur, Skulptur und Plastik erhalten geblieben, während die 300.000 Medien umfassende Kleinbilddiasammlung nahezu vollständig ausgesondert wurde.
Die Plattform wurde von der Studiengruppe "sammeln, ordnen, darstellen" am Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften entwickelt und im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Goethe-Universität im Jahr 2014 eröffnet. Ihr Aufbau war eng mit der Ausstellung „Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität“ verknüpft, die von Oktober 2014 bis Februar 2015 im Museum Giersch der Goethe-Universität zu sehen war. Viele der Objekterzählungen waren auch in der Ausstellung zu lesen und sind im Katalog abgedruckt worden; viele Ausstellungstexte haben wiederum den Weg in die Plattform gefunden. Ebenso wurden die auf der Plattform gezeigten Filme sowie viele der Fotografien eigens für die Ausstellung produziert.
Dr. Judith Blume (heute: Koordinatorin der Sammlungen an der Goethe-Universität)
Dr. Vera Hierholzer (bis 2018; heute: Direktorin des Museums für Industriekultur in Osnabrück)
Dr. Lisa Regazzoni (bis 2020; heute: Professur für Theorie der Geschichte an der Universität Bielefeld)
Sven Winnefeld
www.winkin-verlag.de
FGS Kommunikation – Steffen Grzybek, Martin Schulz GbR
www.fgs-kommunikation.de
Jatinkumar Nakrani
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Dr. Charlotte Trümpler (Projektleitung und Kuratorin; Autorenkürzel: CT)
Dr. Judith Blume (Kuratorin, Autorenkürzel: JB)
Dr. Vera Hierholzer (Kuratorin, Autorenkürzel: VH)
Dr. Lisa Regazzoni (wissenschaftliche Mitarbeit, Autorenkürzel: LR)
Die Fotografien wurden von den einzelnen Sammlungen oder Autoren zur Verfügung gestellt sowie von Tom Stern (Sammlungsräume und Objekte), Uwe Dettmar (Objekte) und Jürgen Lechner (Objekte) angefertigt. Die Nachweise finden Sie bei den entsprechenden Abbildungen. Sollte trotz sorgfältiger Recherche ein Rechteinhaber oder Fotograf nicht genannt sein, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis.
Sophie Edschmidt (Regie und Schnitt)
Philipp Kehm (Kamera)
Philipp Gebbe (Musik)
Dr. Charlotte Trümpler (Idee und Beratung)
